Du bist hier: Startseite » Energiesparen » Effektiv Heizkosten sparen durch Wärmedämmung

Effektiv Heizkosten sparen durch Wärmedämmung

Oktober 1, 2008 · Posted in Energiesparen, Heizkosten sparen 

Die Kostenexplosion, die Heizöl Konsumenten bereits letztes Jahr
verkraften mussten, ereilt nun pünktlich zu Beginn der anstehenden
Heizperiode auch die Gas- Verbraucher. Bundesweit kündigten die Energie-
Konzerne ihrer Kundschaft Gaspreis- Erhöhungen von bis zu 33 Prozent an.
Viele Verbraucher reagieren verständlicherweise verärgert, Verbände
kündigen Rechtsmittel gegen den preislichen Höhenflug an und die
Politiker denken über Heizkosten- Zuschüsse für einkommensschwache
Bürger nach. Ob und wann diese Maßnahmen jedoch greifen, steht
gegenwärtig in den Sternen.

Eine effektive Maßnahme, die Heizkosten zu senken, ist die Verringerung
des Wärmeverlustes im Haus oder der Wohnung durch eine geeignete
Dämmung. Wärmeverluste treten bei Leitungen, Fenstern, Türen und vor
allem durch Außenwände sowie des Daches auf. Auf die Dämmung von
Leitungen, Fenster und Türen wurde hier bereits in einem anderen Artikel
eingegangen.
Der Dämmung von Außenwänden obliegt dabei die größte Gewichtung, denn
auf Grund ihrer großen Flächen können bei schlechter Dämmung bis 38
Prozent der Wärmeenergie an die Atmosphäre verloren gehen. Der größte
Energieverlust tritt natürlich bei Altbauten auf. Alte Immobilien haben
zirka den dreifachen Energiebedarf zum Beheizen als flächenmäßig
vergleichbare Neubauten.

Wer seine Fassade selbst dämmen möchte, erhält in jedem gut sortierten
Baumarkt geeignete Verbund- Systeme für eine vollständige Isolierung der
Außenwände. Wird eine Firma mit der Wärmedämmung beauftragt, fallen in
der Regel höhere Investitionen an. Dennoch sollte man sich von den
Kosten nicht abschrecken lassen, denn einerseits belohnt Vater Staat die
Eigeninitiative mit finanziellen Zuschüssen und Zins- günstigen
Darlehen, und andererseits amortisiert sich der investierte Betrag durch
die eingesparten Heizkosten relativ schnell.

In bestimmten Fällen ist eine Dämmung der Wände von außen nicht möglich.
Etwa, wenn es sich um ein Denkmal geschütztes Fachwerk Haus handelt oder
man als Mieter keinen Einfluss auf etwaige Baumaßnahmen hat. Doch dämmen
kann man auch gut von innen. Im Fachhandel sind sogenannte
“Klimaplatten” erhältlich, die bereits bei einer Stärke von 3
Zentimetern eine optimale Dämmung gewährleisten. Von innen verlegte
Klimaplatten weisen darüber hinaus noch einen positiven Nebeneffekt auf:
Sie halten zusätzlich Feuchtigkeit und Schimmelpilze vom Wohnraum fern,
falls im Mauerwerk vorhanden. Mieter sollten ihr Vorhaben jedoch mit dem
Vermieter abklären, um eventuellen späteren Konflikten vorzubeugen.

Es empfiehlt sich sehr, das Dach eines Gebäudes in die Energie-
Sparmaßnahmen einzubeziehen. Dächer sind die zweit größten
Energiefresser, wenn sie nicht gedämmt sind. Bis zu 30 Prozent kann der
Wärmeverlust betragen. Schon eine Isolierung mit Mineralwolle bringt
erstaunliche Einsparungen.